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Arbeitsvertrag Vorlage – Befristet & Unbefristet als Word & PDF

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Arbeitsvertrag Vorlage – Befristet & Unbefristet als Word & PDF

Ob befristeter Arbeitsvertrag, unbefristeter Arbeitsvertrag oder Umwandlung von einem in den anderen: Diese Vorlage deckt beide Vertragsarten ab. Sie zeigt, worauf es bei Befristung, Verlängerung und Übergang in ein unbefristetes Arbeitsverhältnis ankommt.

Was gehört in einen Arbeitsvertrag? Die Pflichtfelder

FeldErklärung
VertragsparteienVollständiger Name und Anschrift von Arbeitgeber und Arbeitnehmer bzw. Angestelltem.
Beginn des ArbeitsverhältnissesKonkretes Startdatum der Tätigkeit.
Befristung (falls zutreffend)Enddatum oder Zweckbefristung, mit oder ohne Sachgrund.
TätigkeitGenaue Beschreibung der Aufgaben und Position.
Arbeitszeit & VergütungWochenstunden, Gehalt und Fälligkeit der Zahlung.
UrlaubAnzahl der Urlaubstage pro Jahr.
KündigungsfristenGeltende Fristen, insbesondere bei einem unbefristeten Arbeitsvertrag für Arbeiter und Angestellte.
SchriftformklauselHinweis, dass Änderungen der Schriftform bedürfen.

Bei einem befristeten Arbeitsvertrag ist die Befristung selbst zwingend schriftlich zu fixieren. Fehlt diese schriftliche Form, gilt der Vertrag automatisch als unbefristet abgeschlossen.

Arbeitsvertrag Vorlage – Befristet & Unbefristet als Word & PDF

Befristeter Arbeitsvertrag: Sachgrund oder sachgrundlos?

Ein befristeter Arbeitsvertrag lässt sich auf zwei Wegen rechtssicher gestalten. Die sachgrundlose Befristung nach § 14 Abs. 2 TzBfG ist bis zu zwei Jahre möglich. Sie darf innerhalb dieser Zeit höchstens dreimal verlängert werden, ohne dass ein besonderer Grund vorliegen muss.

Eine Befristung mit Sachgrund nach § 14 Abs. 1 TzBfG braucht dagegen einen konkreten Anlass. Typische Beispiele sind Vertretung während Elternzeit, ein befristetes Projekt oder Erprobung. Diese Variante ist zeitlich nicht auf zwei Jahre begrenzt. Sie lässt sich beliebig oft verlängern, solange der Sachgrund jeweils fortbesteht.

Formulieren Sie den Sachgrund konkret im Vertrag. „Befristet zur Vertretung von Frau Muster während deren Elternzeit“ ist ein Beispiel für eine belastbare Formulierung. Eine zu allgemeine Angabe wie „aus betrieblichen Gründen“ hält einer gerichtlichen Prüfung oft nicht stand.

Arbeitsvertrag Vorlage – Befristet & Unbefristet als Word & PDF

Verlängerung eines befristeten Arbeitsvertrags richtig dokumentieren

Für die Verlängerung eines befristeten Arbeitsvertrags reicht ein kurzer Nachtrag. Er ändert ausschließlich das neue Enddatum. Wichtig: Verlängern Sie den Vertrag, bevor die ursprüngliche Befristung ausläuft.

Ändern Sie dabei keine anderen Vertragsbedingungen wie Gehalt oder Aufgaben. Sonst gilt der Nachtrag rechtlich als neuer, eigenständiger Vertrag statt als bloße Verlängerung.

Bei der sachgrundlosen Befristung zählt jede Verlängerung auf die maximal dreimalige Grenze innerhalb der Zwei-Jahres-Frist. Bei Befristung mit Sachgrund gibt es diese Beschränkung nicht, solange der Grund weiterhin besteht.

Ein Beispiel zur Umwandlung

Eine Angestellte hat einen befristeten Arbeitsvertrag bis zum 31. Dezember, sachgrundlos abgeschlossen für ein Jahr. Ihr Arbeitgeber möchte sie danach dauerhaft weiterbeschäftigen.

Statt sie einfach weiterarbeiten zu lassen, schließt der Arbeitgeber vor Ablauf einen neuen, unbefristeten Arbeitsvertrag mit ihr ab. Er dokumentiert darin aktuelles Gehalt, aktuelle Aufgaben und die neue, unbegrenzte Vertragsdauer. Diese saubere Lösung vermeidet jede Unklarheit über die tatsächlich geltenden Konditionen.

Umwandlung in einen unbefristeten Arbeitsvertrag

Die Umwandlung eines befristeten Arbeitsvertrags in einen unbefristeten Arbeitsvertrag geschieht auf zwei Arten. Entweder schließen beide Seiten aktiv einen neuen unbefristeten Vertrag ohne Befristungsklausel. Oder das Arbeitsverhältnis wandelt sich automatisch um.

Arbeitet der Angestellte nach Ablauf der Befristung mit Wissen des Arbeitgebers weiter, gilt der Vertrag nach § 15 Abs. 5 TzBfG als auf unbestimmte Zeit verlängert. Für eine saubere Umwandlung empfiehlt sich trotzdem ein neuer, unbefristeter Arbeitsvertrag mit aktuellem Gehalt und aktuellen Aufgaben.

Unbefristeter Arbeitsvertrag für Arbeiter und Angestellte

Ein unbefristeter Arbeitsvertrag enthält kein Enddatum. Er endet nur durch Kündigung, Aufhebungsvertrag oder Erreichen der Regelaltersgrenze. Für Arbeiter und Angestellte gelten dabei grundsätzlich dieselben gesetzlichen Kündigungsfristen nach § 622 BGB.

Die frühere Unterscheidung zwischen beiden Gruppen bei den Kündigungsfristen wurde bereits 1993 vom Bundesverfassungsgericht aufgehoben. Ergänzen Sie im unbefristeten Vertrag eine Probezeitregelung, meist sechs Monate. Während dieser Zeit gilt eine verkürzte Kündigungsfrist von zwei Wochen, sofern dies ausdrücklich vereinbart ist.

Viele Arbeitnehmer suchen online nach „unbefristete Arbeitsvertrag Vorlage“, meinen damit aber genau dasselbe Dokument: einen Arbeitsvertrag ohne Enddatum, mit den oben genannten Pflichtfeldern und einer klaren Kündigungsfristenregelung nach § 622 BGB.

Was tun bei einer Betriebsübernahme oder einem Aufgabenwechsel?

Ändert sich während der Laufzeit die Position, das Gehalt oder der Aufgabenbereich deutlich, reicht eine mündliche Absprache nicht aus. Halten Sie jede wesentliche Änderung in einem schriftlichen Nachtrag zum bestehenden Arbeitsvertrag fest, egal ob befristet oder unbefristet.

Das gilt besonders bei einer Betriebsübernahme nach § 613a BGB: Der neue Arbeitgeber übernimmt den bestehenden Vertrag automatisch zu unveränderten Bedingungen, unabhängig davon, ob es sich um einen befristeten oder unbefristeten Arbeitsvertrag handelt.

Häufiger Fehler: Fehlende Schriftform bei der Befristung

Der häufigste Fehler bei befristeten Arbeitsverträgen ist eine mündliche Zusage. Auch eine erst nach Arbeitsbeginn nachgereichte schriftliche Befristung ist ein klassischer Fehler. Beginnt ein Mitarbeiter bereits zu arbeiten, bevor der befristete Vertrag unterschrieben ist, gilt die Befristung als unwirksam.

Das Arbeitsverhältnis läuft dann automatisch unbefristet weiter, selbst wenn beide Seiten ursprünglich etwas anderes wollten. Unterschreiben Sie den befristeten Vertrag deshalb immer vor dem ersten Arbeitstag, nie erst danach.

Häufig gestellte Fragen

Wie formuliere ich einen befristeten Arbeitsvertrag?

Nennen Sie klar das Enddatum oder den Befristungszweck. Unterschreiben Sie den Vertrag vor Arbeitsbeginn. Geben Sie bei Sachgrundbefristung den konkreten Grund an.

Muss ein befristeter Arbeitsvertrag schriftlich befristet sein?

Ja, zwingend. Nach § 14 Abs. 4 TzBfG bedarf allein die Befristung der Schriftform. Fehlt sie, gilt der gesamte Vertrag als unbefristet abgeschlossen.

Wie formuliert man eine Befristung mit Sachgrund?

Nennen Sie den konkreten Anlass namentlich, etwa Elternzeitvertretung oder ein zeitlich begrenztes Projekt. Eine allgemeine Formulierung wie „betriebliche Gründe“ reicht dafür nicht aus.

Welche Regeln gelten bei befristeten Arbeitsverträgen ohne Sachgrund?

Die sachgrundlose Befristung ist auf maximal zwei Jahre begrenzt. Sie darf in dieser Zeit höchstens dreimal verlängert werden, ohne dass sich die übrigen Vertragsbedingungen ändern dürfen.

Wandelt sich ein befristeter Arbeitsvertrag automatisch in einen unbefristeten um?

Ja, wenn der Arbeitnehmer nach Fristablauf mit Wissen des Arbeitgebers weiterarbeitet. Der Vertrag gilt dann nach § 15 Abs. 5 TzBfG als unbefristet fortgesetzt.

Gibt es Unterschiede zwischen einem unbefristeten Arbeitsvertrag für Arbeiter und für Angestellte?

Bei den Kündigungsfristen nicht mehr. Seit 1993 gelten für beide Gruppen dieselben gesetzlichen Fristen nach § 622 BGB, unabhängig von der historischen Unterscheidung.